Was ist bei einem Asthmaanfall zu tun?

Ein schwerer Asthmaanfall ist ein Notfall. Rufen Sie umgehend die Rettung (✆144)!

Die Vorzeichen und Symptome eines Asthmaanfalls

Ein Asthmaanfall kündigt sich häufig durch eine zunehmende Atemnot bei körperlichen Anstrengungen an. Die Vorzeichen können Tage, Stunden, aber auch nur wenige Minuten im Vorhinein auftreten.

Erste Symptome bei einem Asthmaanfall sind oft Husten, Kurzatmigkeit und pfeifende Atemgeräusche.

Weitere typische Beschwerden für einen Asthmaanfall sind:

  • Niedrige Peakflow-Werte (unter 50% des Peakflow-Bestwertes --> Roter Bereich auf der Peakflow-Ampel)
  • Engegefühl in der Brust
  • Kurzatmigkeit oder Atemnot
  • Pfeifende Atemgeräusche
  • Trockener Husten

Was soll ich bei einem Asthmaanfall tun?

  • Bei einem Asthmaanfall sollte ich unbedingt Ruhe bewahren. Durch Hektik oder Panik wird die Luftnot verstärkt, da sich der Herzschlag beschleunigt und Atmung schneller wird.
  • Aus dem Notfallspray sollte ich nun zwei bis vier Hübe einnehmen, je nach Vereinbarung mit meinem Arzt/meiner Ärztin.
  • Mit der Lippenbremse (fast geschlossene Lippen) sollte ich nun ausatmen und eine Haltung einnehmen, die meine Atmung erleichtert, z.B. den Kutschersitz.
  • Anschließend sollte ich rund 10 Minuten warten. Falls dann keine Besserung eintritt, sollte ich den Notfallspray erneut einnehmen und SOFORT einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen oder die Rettung (✆144) anrufen. 

Wie wird ein Asthmaanfall therapiert?

Ein weniger schlimmer akuter Asthmaanfall wird mit einem Notfallspray (Reliever) behandelt. Der oder die Patient*in inhaliert mit dem Notfallspray rasch wirksame Beta-2-Sympathomimetika, mit denen die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur gelöst wird. Das Atmen sollte dann wieder leichter fallen. Die Wirkung tritt meist innerhalb weniger Minuten ein und kann bis zu vier Stunden halten.

Achtung: Notfallsprays sind nicht für den regelmäßigen Gebrauch, sondern als Bedarfsmedikation gedacht. Im Idealfall ist das Asthma mit der Erhaltungstherapie unter Kontrolle und Notfallsprays müssen nur selten und unregelmäßig verwendet werden.

Erste Hilfe bei einem Asthmaanfall

  • Beruhigen Sie den oder die Asthma-Patienten*in. Durch Angst kann die Atemnot verstärkt werden.
  • Helfen Sie dem oder der Asthma-Patienten*in in eine Körperhaltung, die das Atmen erleichtert. Beispiele sind:
    • Kutschersitz: Sitzposition, Hände oder Unterarme auf den Knien abstützen, Oberkörper leicht nach vorne neigen
    • Reitersitz: verkehrt auf einen Sessel setzen, Arme auf der Lehne ablegen
    • Torwartposition: breitbeinig hinstellen, leicht in die Knie gehen, Oberkörper nach vorne beugen, auf den Knien abstürzen
  • Unterstützen Sie den oder die Asthma-Patient*in bei der Einnahme der Notfallmedikamente
  • Verständigen Sie, wenn nötig einen Arzt/eine Ärztin oder die Rettung (✆144)
Atemerleichternde Körperhaltungen

Mehr Informationen zu Atemtechniken finden Sie auch auf der Website des Lungeninformationsdiensts des Helmholtz Zentrum München.

 

Die genannten Autoren sind für die Inhalte ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Novartis Pharma GmbH übernimmt keine Gewähr oder Haftung für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Inhalte dieser Fremdbeiträge.