Ist die richtige Ernährung bei Asthma wichtig?

Bei Asthma kommt es zu einer chronischen Entzündung der Atemwege. Um den Alltag mit Asthma zu meistern ist von Betroffenen ein hohes Maß an Eigenregie gefragt. Ziel ist ein möglichst beschwerdefreies Leben durch gute Asthmakontrolle. Eine ausgeglichene Ernährung kann hier unterstützend wirken. Bestimmte Lebensmittel können nämlich einer Entzündung entgegenwirken, während andere diesen Prozess fördern.

Lebensmittel, die der Entzündungsreaktion entgegenwirken:  

Obst, Gemüse und Ballaststoffe enthalten eine große Menge an Antioxidantien. Antioxidantien sind Substanzen, die im Körper schädliche Sauerstoffverbindungen, sogenannte Radikale, abfangen und unschädlich machen. Radikale werden bei normalen Körperfunktionen wie Atmen oder durch äußere Einflüsse wie Alkohol oder Rauchen im Körper gebildet. Durch Stress, Verletzungen oder Entzündungen kann ihre Produktion im Körper erhöht werden. Freie Radikale können Zellen und Gewebe schädigen und sind an der Entstehung von Entzündungsreaktionen, wie bei Asthma, beteiligt.

Welche Lebensmittel enthalten Antioxidantien?

Antioxidantien gibt es in verschiedenen Formen, z.B. Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe:

  • Vitamin C: Zitrusfrüchte, Paprika, Brokkoli, Kiwi
  • Vitamin E: Nüsse, Roggen, Weizenkeimöl
  • Vitamin B2: Milch, Brokkoli
  • Carotinoide: Karotten, Paprika, Erbsen, Brokkoli, Tomaten, Süßkartoffeln, Bohnen
  • Sulfide: Zwiebeln, Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch  
  • Zink: Sonnenblumenkerne, Hartkäse
  • Selen: Fisch, Käse, Hülsenfrüchte

 

Ernährung bei Asthma

Entzündungsfördernde Lebensmittel:

Für Asthmatiker*innen empfiehlt sich Lebensmittel, die eine entzündungsfördernde Wirkung haben können, zu vermeiden. Zu diesen gehören:

  • Rotes Fleisch: Besonders in seiner verarbeiteten Form (gesalzen oder gepökelt) wirkt es entzündungsfördernd.
  • Sulfite (in Wein, Trockenobst) 
  • Tartrazin (Färbungsmittel in Fruchtsäften)
  • Glutamate (Geschmacksverstärker in Fertiggerichten)

Tipp: So häufig wie möglich selbst kochen, da viele Fertigprodukte eine große Menge an Zusatzstoffen enthalten. Ein Ernährungsplan kann dabei helfen, die richtigen Lebensmittel in den Ernährungsplan zu integrieren.

Allergisches Asthma:

Bei allergischem Asthma lässt sich nicht pauschal sagen, welche Lebensmittel vermieden werden sollten. Lebensmittelunverträglichkeiten können nicht nur direkt durch eine Allergie gegen ein bestimmtes Lebensmittel entstehen, sondern das Ergebnis einer Kreuzallergie sein. Bei einer Kreuzallergie reagiert der/die Asthmatiker*in auf bestimmte Aeroallergene (z.B. Pollen) und dadurch kann es zu einer Kreuzreaktion auf ein bestimmtes Lebensmittel kommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Birkenpollenallergie: Menschen mit Birkenpollenallergie können kreuzreaktiv auf rohen Apfel sein. Bei der Abklärung einer Kreuzallergie kann Ihnen ein Allergiezentrum behilflich sein.

Es empfiehlt sich hier die entsprechenden Lebensmittel zu vermeiden.

Die genannten Autoren sind für die Inhalte ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Novartis Pharma GmbH übernimmt keine Gewähr oder Haftung für die Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Inhalte dieser Fremdbeiträge.