Mit einer chronischen Erkrankung der Atemwege schrecken viele Asthmatiker*innen vor Sport zurück. Tatsächlich kann regelmäßiger Sport aber positive Auswirkungen haben und wird sogar von Experten*innen empfohlen. Der Grund: Mit Sport steigern wir unsere Belastbarkeit und das Vertrauen in den eigenen Körper. Zusätzlich wirkt sich regelmäßiges Training positiv auf unsere Atemmuskulatur aus.

5 Gründe warum Sport bei Asthma gut tut:

  1. Bewegung fördert die Aufnahme von Sauerstoff in den Körper
  2. Sport trainiert die Atemmuskulatur
  3. Ausdauersport vergrößert die Atemtiefe
  4. Sport wirkt sich positiv auf den Abtransport von Schleim aus der Lunge aus
  5. Bewegung und Sport steigern unser körperliches Wohlbefinden

Sport steigert auch die Schwelle für ein Belastungsasthma: So können sportliche Asthmatiker*innen alltägliche Tätigkeiten meist ohne größere Probleme bewältigen, während untrainierte Menschen z.B. schon nach dem Treppensteigen einen Asthmaanfall zu befürchten haben.

Worauf muss ich achten? Voraussetzungen für Sport mit Asthma

Bevor das Training beginnen kann, müssen die richtigen Bedingungen geschaffen werden. Am wichtigsten ist eine gut kontrollierte Erkrankung, d.h. die Asthma-Beschwerden sind unter Kontrolle und es kommt nur selten zu Asthma-Anfällen.

Sport bei Asthma

Tipp: Sprechen Sie vor dem ersten Training mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt kann Ihnen dabei helfen einen Trainingsplan sowie Notfallplan, im Falle eines Asthma Anfalls beim Training, zu erstellen.

Natürlich ist es auch wichtig immer die körperliche Verfassung zu beachten. Halten Sie während oder kurz nach einem Infekt unbedingt Abstand von Sport. Pollenallergiker*innen sollten Sport zur Hauptbelastungszeit draußen vermeiden. Allgemein sollten kalte, trockene oder staubige Umgebungen für Sport gemieden werden.

Welche Sportart ist für Asthmatiker*innen geeignet?

Als Sportarten für Asthmatiker*innen eignen sich besonders gut Ausdauersportarten wie:

  • Radfahren
  • Wandern
  • Tanzen
  • Schwimmen
  • (Nordic) Walking
  • Kanu fahren
  • Segeln
  • Inline-Skating

Auch Mannschaftssport oder angeleiteter Kraftsport ist möglich. Hier ist es wichtig Rücksicht auf die körperliche Leistungsfähigkeit zu nehmen.

Die richtige Planung für eine erfolgreiche Sporteinheit

Unabhängig von der Sportart ist es wichtig sich langsam aufzuwärmen. Dazu sollten Sie sich 10-15 Minuten vor dem Sport Zeit nehmen, um den Körper auf die bevorstehende Anstrengung vorzubereiten z.B. durch Dehnübungen oder zügiges Gehen. Gleich mit voller Belastung loszulegen, kann die Lunge schnell überlasten und einen Asthmaanfall auslösen.

Tipp: Ideal sind ein bis drei Trainings pro Woche. Dabei ist es besser sich auf Wiederholungen bei mittlerer Intensität zu konzentrieren als auf starke Belastung.

Nach dem Sport sollte ein sogenannter Cool-Down eingeplant werden. Dieser dient dazu, den Kreislauf langsam herunter zu fahren. So kann das Risiko für Atemnot gemindert werden. Hierzu eignen sich z.B. Entspannungsübungen.

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