Hier finden Sie Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen rund um Asthma. Die Begriffe sind in alphabetischer Reihenfolge gegliedert.

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ACT

ACT steht für Asthma-Kontroll-Test. Der Test besteht aus fünf Fragen, mithilfe derer Antworten der Arzt/ die Ärztin beurteilen kann, ob jemand von Asthma betroffen ist. Sie können einen ACT hier machen.

Akute Erkrankungen

(von lateinisch acutus, „scharf, spitz“) Schnell zum Ausbruch kommende Erkrankungen vergleichsweise kurzer Dauer (3 bis 14 Tage).

Allergen

Eine Substanz aus der Umwelt, die Allergien auslöst. Oft sind es weit verbreitete, normalerweise harmlose Substanzen wie Pollen, Schimmelpilzsporen, Tierschuppen, Hausstaub, Lebensmittel, Insektengifte und Medikamente. Das Immunsystem allergiebedingter Patienten reagiert mit der Bildung von IgE-Antikörpern auf den Kontakt mit Allergenen.

Allergenkarenz

Allergenvermeidung, z. B. durch Encasing, Weglassen bestimmter Nahrungsmittel oder Meiden anderer allergieauslösender Stoffe.

Allergie

(griechisch, „die Fremdreaktion“) Bei einer Allergie werden vom Immunsystem Antikörper (Abwehrzellen) gegen Stoffe gebildet, die für den Organismus eigentlich gar nicht bedrohlich sind und somit zu einer krankmachenden Überreaktion führt. Häufigste allergieauslösende Stoffe sind Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel und Insektengifte. Unterschiedliche Symptome können u. a. Hautrötungen, Schnupfen- und Hustenreiz bis hin zur Atemnot sein.

Allergiebedingte Krankheiten

Sie stellen die klinischen Manifestationen unerwünschter Immunreaktionen (einschließlich IgE-Reaktionen) im Anschluss an einen wiederholten Kontakt mit normalerweise harmlosen Substanzen dar.

Alveolen

Oder auch Lungenbläschen. Die Alveolen sind der Teil der Lunge bei dem der Gasaustausch zwischen Blut und Lunge stattfindet.

Anaphylaxie

Eine akute und pathologische, unter Umständen lebensbedrohliche Reaktion (schwere allergiebedingte Reaktion, Überempfindlichkeitsreaktion), die den gesamten Organismus betreffen kann. Das Bild anaphylaktischer Reaktionen reicht von leichten Hautreaktionen über Störungen von Organfunktionen, Kreislaufschock mit Organversagen bis zum tödlichen Kreislaufversagen.

Anstrengungsasthma

Durch hohe körperliche Anstrengung und das damit oftmals verbundene Einatmen von trockener und kalter Luft kann es zu einer Atemwegsverengung (Obstruktion) kommen.

Asthma

Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege (Bronchien), die durch Reize, wie z.B. Pollen, Kälte etc. zu einer Verengung der Atemwege führen kann (Obstruktion). Typisch dafür sind Anfälle von Atemnot, Husten und vermehrte Sekret Bildung.

Asthmaarten

  • Kontrolliertes Asthma
  • Partiell kontrolliertes Asthma
  • Unkontrolliertes Asthma

Diese werden Anhand folgender Kriterien eingeteilt

  • Eingeschränkte Lungenfunktion (Grenzwert FEV1 <80%)
  • Symptome tagsüber und nachts
  • Einschränkungen bei körperlichen Aktivitäten
  • Häufigkeit der Verwendung inhalativer Medikation
  • Häufigkeit von Exazerbationen (plötzliche, deutliche Verschlechterung der Erkrankung)

Atemnot (Dyspnoe)

Wenn die Atmung auf unangenehme Weise erschwert ist, spricht man von Atemnot, Atembeschwerden oder Dyspnoe. Diese Atemnot tritt meist im Zusammenhang mit verschiedenen chronischen Lungenerkrankungen, wie z.B. Asthma, COPD usw. auf. Sie kann aber auch kardial (durch das Herz) bedingt sein.

Was tun bei Atemnot!

  • Inhalieren Sie Ihr Notfallmedikament, wenn es Ihnen Ihr Arzt verordnet hat
  • Nehmen Sie eine atemerleichternde Sitzposition ein, indem Sie die Arme nach vorne abstützen z.B. auf einer Tischplatte. So können Sie Ihre Atemhilfsmuskulatur einsetzen
  • Atmen Sie mit Lippenbremse
  • Verständigen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder die Rettung (✆ 144) wenn keine Besserung eintritt
  • So seltsam es auch klingen mag, aber Ruhe bewahren hilft tatsächlich am besten – auch wenn das leichter gesagt als getan ist. Enge Kleidung lockern. Tritt die Atemnot öfter und verstärkt auf, sollte man sich jedenfalls zeitnah an eine*n Arzt/Ärztin wenden. Bei Nichtbehandlung kann sich Ihre Grunderkrankung und damit auch die Atemnot verschlechtern.

Basistherapie

Die Basistherapie muss je nach ärztlicher Verordnung immer 1 bzw. 2 Mal pro Tag eingenommen werden. Die Wirkung der Medikamente ist meist entweder entzündungshemmend oder atemwegserweiternd. Für die Einnahme steht eine große Auswahl an Inhalatoren zur Verfügung.

Bedarfsmedikation

Eine Gruppe von Medikamenten, die für eine schnelle Linderung der Bronchokonstriktion (Verengung der Bronchien) und der begleitenden akuten Asthma-Symptome sorgen (Husten, Keuchen, Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung, Brustenge). Zu diesen Medikamenten gehören beispielsweise inhalierbare kurz wirksame bronchienerweiternde Medikamente, Anticholinergika. Im Gegensatz zur Basistherapie soll die Bedarfsmedikation wirklich nur bei Bedarf je nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden (ca. 2-3 Mal/Woche). Ist die Verwendung dennoch öfters von Nöten, so sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin halten.

Berufskrankheit Asthma

Diese kann bei folgenden Berufen und einer erhöhten Sensibilität, auf die dort zum Einsatz kommenden Stoffe auftreten, wenn sie ohne Schutzmasken eigeatmet werden. Das können u.a. Mehl und Holz verarbeitende Berufe sowie Friseure*innen und Landwirte*innen betreffen.

Betasympathomimetika

Als Betasympathomimetika bezeichnet man Arzneistoffe, welche die Betarezeptoren des sympathischen Nervensystems stimulieren. Diese wirken somit entspannend auf die Atemwegsmuskulatur und erweitern dadurch die Atemwege.

Biologika

Sind eine neuartige Therapieform, welche gentechnisch hergestellt und über Injektionen verabreicht werden. Diese Medikamente kommen erst dann zum Einsatz, wenn die herkömmliche inhalative Basistherapie nicht mehr ausreicht, um das Asthma gut zu behandeln. Bei dieser Therapieform sind regelmäßige zusätzliche Untersuchungen beim behandelnden Arzt erforderlich. 

Bodyplethysmografie

Die Bodyplethysmografie ist ein noch umfassenderer Lungenfunktionstest, als die Spirometrie. 

Bronchialsekret

In den Wänden der Bronchien wird Schleim produziert (Bronchialsekret), um die Atemwege zu befeuchten und zu reinigen. Am Schleim haften sich Partikel (Schmutz, Rauch) bzw. Krankheitserreger an. Dieser wird durch die Flimmerhärchen in den Atemwegen zum Kehlkopf befördert. 

Bronchiale Hyperreagibilität

Eine überschießende Reaktion der Bronchialschleimhaut; kann eine spezifische Reaktion auf ein Allergen sein (Hypersensitivität) oder eine nichtspezifische Reaktion auf Wirkstoffe wie z. B. Metacholin, Histamin oder auf Umwelteinflüsse wie z. B. Kälte.

Bronchien

Auch Atemwege genannt, bestehen aus Muskulatur, Nervengewebe und Schleimhaut. In den Bronchien wird die eingeatmete Luft von der Luftröhre bis hin zu den Lungenbläschen (Alveolen) geleitet, wo der für den Organismus notwendige Gasaustausch stattfindet. So gelangt sauerstoffreiche Frischluft in die Lunge. Nach dem Gasaustausch in den Alveolen wird die mit Kohlendioxid angereicherte Luft über die Bronchien nach außen transportiert und abgeatmet.

Bronchodilatation

Unter einer Bronchodilatation wird die Erweiterung der Bronchien (Atemwege) verstanden. Für diese Erweiterung muss sich die Bronchialmuskulatur entspannen. Mit einer Erweiterung der Atemwege wird der Luftaustausch verbessert und der Atemwegswiderstand sinkt. Medikamente, wie zum Beispiel Betasympathomimetika, können eine Bronchodilatation bewirken.

Bronchokonstriktion

Die Bronchokonstriktion ist das Gegenteil einer Bronchodilatation. Das bedeutet, dass die Atemwege durch eine Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur verengen, der Luftaustausch reduziert wird und das Atmen schwerer fällt. Im Gegensatz zu einem Bronchospasmus, der eine dauerhafte Verengung der Atemwegsmuskulatur ist, ist bei einer Bronchokonstriktion nicht von längerer Dauer. Eine Bronchokonstriktion kann ein typisches Symptom für Asthma sein.

Bronchospasmolytik

Hierbei handelt es sich um eine Medikamentengruppe, die Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur lösen und die Selbstreinigungskräfte der Schleimhaut verbessern kann.

Bronchospasmus

Als Bronchospasmus bezeichnet man eine Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur. Diese kann zu einer Verengung der Atemwege führen. (Siehe Abb. 1 - Asthma) Die Auslöser sind in der Regel spezifische oder unspezifische Reize. Als Folge davon kann sich eine sogenannte Asthmatrias entwickeln. Diese besteht aus:

  • Krampf in den Muskeln der Bronchien
  • Entzündung der Atemwege (Bronchien)
  • Übermäßige Schleimproduktion

 

Chronische Erkrankungen

(von griechisch chrónos, „die Zeit“): Sich langsam entwickelnde oder lang andauernde Erkrankungen.

Cortison

Cortison kann sowohl lokal über Inhalation oder Salbe sowie systemisch mittels Tabletten oder Infusion verabreicht werden. Es wirkt entzündungshemmend und ist somit eines der wichtigen Medikamente in der Behandlung von Asthma. Cortison benötigt zur Entfaltung seiner Wirkung mehr Zeit als so genannte atemwegserweiternde Medikamente. Man spürt daher die Wirkung nicht direkt nach der Einnahme, sondern zeitverzögert. Ebenfalls sehr wichtig ist das Ausspülen des Mundes und das Achten auf die Mundhygiene nach der Inhalation mit Cortison, um Pilzbeläge auf der Mundschleimhaut zu verhindern.

COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease; deutsch: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Bei der COPD handelt es sich um eine chronische, nicht reversible Krankheit. Die primären Symptome einer COPD sind Atemnot, Husten und der Auswurf von Schleim. Oft tritt eine COPD als Folge von Tabakkonsum auf. Für eine Diagnose hinsichtlich COPD, bzw. einer Abklärung ob Asthma oder COPD vorliegt, sollte ein Lungenfacharzt/eine Lungenfachärztin aufgesucht werden.

Dauermedikation

Medikamente, die täglich eingenommen werden, um ein anhaltendes Asthma ausreichend zu kontrollieren. Dazu gehören inhalierbare Kortikosteroide, lang wirksame Bronchodilatatoren (bronchienerweiternde Medikamente, z. B. lang wirksame Beta-2-Sympathomimetika) und andere (z. B. Theophyllin, Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten). 

Dosieraerosol

Ein Dosieraerosol ist ein mechanisches Gerät zur Inhalation von Medikamenten, z.B. ein Asthmaspray. Durch eine Düse wird eine festgesetzte Menge eines flüssigen Medikaments in sehr kleine Teilchen zerstäubt, sodass diese bei korrekter Inhalationstechnik mit der Einatmung in die Atemwege (Bronchien) gelangen. Von den Dosieraerosolen unterscheidet man die Pulverinhalatoren! Bei der Inhalation mit einem Dosieraerosol wird die Verwendung einer Vorschaltkammer zur Erhöhung der Medikamentenmenge in der Lunge bei gleichzeitiger Verringerung der Nebenwirkungen empfohlen.

Dyspnoe

siehe Atemnot

 

Endobronchiale Obstruktion

Die „endobronchiale Obstruktion“ bedeutet Verengung der Atemwege. Dadurch entstehen die Symptome von Asthma (wie z.B. Atemnot). Die Ursachen der Obstruktion sind eine der drei Aspekte der sogenannten „Trias des Asthma“.

  • Bronchospasmus; die Bronchialmuskulatur zieht sich zusammen
  • Entzündung der Schleimhaut; Schleimhaut schwillt an
  • Hypersekretion; vermehrte Schleimbildung

Exazerbation

Unter Exazerbation versteht man eine plötzliche, deutliche Verschlechterung einer Erkrankung. Diese wird häufig durch einen akuten viralen oder bakteriellen Infekt ausgelöst.

Extrinsisches Asthma

= allergisches Asthma. Diese Form von Asthma wird durch Allergene ausgelöst. Das Immunsystem reagiert zuerst allergisch auf das Allergen. Danach kann es zu asthmatypischen Beschwerden kommen welche entweder direkt nach Kontakt (Frühreaktion) oder erst verzögert auftreten (Spätreaktion).

 

Familienanamnese

Die Familienanamnese gibt wertvolle Hinweise auf die mögliche Veranlagung für bestimmte vererbliche Erkrankungen, wie z.B. Asthma oder Allergien.

FEV1 (Forced Expiratory Volume of 1 second)

Maß für die Lungenfunktion, wird auch als Einsekundenkapazität bezeichnet.

Frühphase

Eine Immunreaktion, die innerhalb von wenigen Minuten nach Kontakt mit dem Allergen erfolgt.

Giemen

Ein pfeifendes Atemgeräusch bei Ein- und Ausatmung während eines Asthmaanfalls, hervorgerufen durch das Bewegen der Luft in engen Atemwegen.

Hauttest (Pricktest)

Der Pricktest ist ein Hauttest, um festzustellen, ob man allergisch auf bestimmte Substanzen reagiert. Dabei werden Testsubstanzen, welche die Allergien auslösende Substanz enthalten auf die Haut getropft und mit einer Lanzette in die Haut eingestochen. Entsteht an der Einstichstelle eine Hautreaktion, ist dies ein Hinweis, dass man auf die verwendete Substanz allergisch reagiert.

Husten bei Asthma

Durch die Entzündung der Schleimhaut der Atemwege (Bronchien) kommt es beim Auftreten asthmatischer Beschwerden häufig zu trockenem Reizhusten, der sich verschlimmert, je mehr der/die Patient*in hustet. Eine passende entzündungshemmende Therapie ist in diesem Fall das beste Mittel um dem Husten entgegenzuwirken.

Heuschnupfen

Saisonaler allergiebedingter Schnupfen, durch Niesen, Juckreiz, fließende verstopfte Nase sowie begleitende Bindehautentzündung gekennzeichnet.

Histamin

Ein natürlich vorkommendes Gewebshormon und ein Nervenbotenstoff, der eine zentrale Rolle bei allergiebedingten Reaktionen und in der Abwehr körperfremder Stoffe spielt.

Hypersekretion

Hypersekretion in den Atemwegen bedeutet eine übermäßige Produktion von Schleim. Diese kann dazu führen, dass sich die Atemwege auf Grund von zu viel Sekret verengen.

Hyposensibilisierung

Bei Allergien besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung gegen das auslösende Allergen. Dabei wird über einen längeren Zeitraum der betreffende Reizstoff in langsam steigender Konzentration unter die Haut gespritzt. Im besten Fall gewöhnt sich der Körper an den Reizstoff, sodass dieser keine allergische Reaktion mehr hervorruft. In besonders schweren Fällen von allergischem Asthma kann nach erweiternden Untersuchungen auch eine Therapie mit einem Antikörper zum Einsatz kommen.

 

Incheck Dial

Ein Incheck Dial ist ein Feedback-Instrument, an dem man bei der Inhalationskontrolle anhand einer Skala ablesen kann, ob der/die Patient*in die für den Inhalator korrekte Atemtechnik für ein Dosieraerosol bzw. einen Pulverinhalator durchgeführt hat.

Intrinsisches Asthma

Diese Asthmaform entsteht im Gegensatz zum extrinsischen Asthma nicht durch eine Allergie. Sie wird meistens durch eine Infektion der Atemwege ausgelöst oder verstärkt (getriggert).

Immunglobulin E (IgE)

Antikörper, der bei allergiebedingten Reaktionen eine zentrale Rolle spielt. Seine Aufgabe ist in erster Linie die Parasitenabwehr. Bindet es ein Allergen, so veranlasst es die Mastzelle, Stoffe auszuschütten, die eine Allergie auslösen – hauptsächlich Histamin.

Inhalationsschulung

Eine regelmäßige Schulung der Handhabung und der Atemtechnik durch medizinisch geschultes Personal ist unerlässlich, um einen korrekten, an die aktuelle Krankheitssituation angepassten Umgang mit Inhalationsgeräten zu gewährleisten.

Inhalationstechnik Dosieraerosol

Bei der Verwendung eines Dosieraerosols wird eine Vorschaltkammer empfohlen, da damit die Menge des eingeatmeten Medikaments und damit die Wirkung des Medikaments deutlich gesteigert werden kann. Außerdem werden Nebenwirkungen wie z.B. Heiserkeit reduziert. Atemtechnik:

  • Dosieraerosol schütteln
  • Vorschaltkammer aufstecken
  • Aufrechte Position
  • Entspannte, tiefe Ausatmung neben dem Inhalator
  • Mundstück gut mit den Lippen umschließen, Mundstück zwischen die Zähne
  • Hub in die Vorschaltkammer auslösen
  • Langsame, tiefe Einatmung
  • Atempause – für kurze Zeit die Luft am Ende der Einatmung anhalten ca. 5 Sekunden
  • Entspannt ausatmen
  • Gegebenenfalls das Atemmanöver wiederholen

Tipp: Abhusten vor der Inhalation

Inhalationstechnik Pulverinhalatoren

Man unterscheidet Kapsel- und Mehrfachdosis Pulverinhalatoren Das Medikament liegt entweder als sehr feines Pulver (Mehrfachdosis) im Inhalator vor oder man muss zuerst eine Kapsel in den Inhalator legen, welche mit Hilfe einer Nadel im Gerät angestochen wird. Dieses Pulver wird schließlich beim Einatmen in die Lunge gesaugt.

Atemtechnik:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Inhalator richtig vorbereitet und geladen ist
  • Aufrechte Position
  • Entspannte, tiefe Ausatmung neben dem Inhalator
  • Mundstück gut mit den Lippen umschließen, Mundstück zwischen die Zähne nehmen
  • Rasche, tiefe Einatmung
  • Atempause – für kurze Zeit die Luft am Ende der Einatmung anhalten ca. 5 Sekunden
  • Entspannt ausatmen
  • Gegebenenfalls das Atemmanöver wiederholen

 

Joggen mit Asthma

Grundsätzlich ist körperliche Bewegung für jeden Menschen wichtig. Asthmatiker*innen sollten beim Sport darauf achten, ihre Notfalls Medikamente griffbereit bei sich haben. Beim Joggen v.a. im Winter sollten Asthmatiker*innen versuchen möglichst durch die Nase einzuatmen, um die Luft zu erwärmen und anzufeuchten. Am sinnvollsten wäre es jedoch in den kalten Wintermonaten die Sportaktivitäten gänzlich in Fitnesscentern oder nach Hause zu verlegen.

 

Kortikosteroide

Prinzipiell sind „Kortikosteroide“ ein Überbegriff für Hormone, die in der Nebennierenrinde hergestellt werden. Synthetisch hergestellte Kortikosteroide werden jedoch als Medikamente gegen Entzündungen verwendet. Viele Asthmapatient*innen bekommen diese verschrieben, da diese zu einer Abschwellung der Schleimheute und damit einer Erweiterung der Atemwege führt.

Kreuzallergie

Bei einer Kreuzallergie ist eine Allergie z.B. gegen Pollen vorhanden. Da aber bestimmte Lebensmittel ähnliche Inhaltsstoffe wie Pollen haben, kann es nach einem Verzehr auch zu einer allergischen Symptomatik kommen.

 

LABA (Long-Acting Beta-Agonist; deutsch: langwirksamer Beta2-Agonisten)

LABA sind Langwirksame Beta2-Sympathomimetika. Sie werden zusammen mit LAMA und Kortikosteroiden bei der Behandlung von Asthma und COPD verwendet und erweitern die Bronchien, um den Luftaustausch zu erleichtern. Meist werden LABA mit einem Inhalator eingenommen. Die Häufigkeit der Einnahme ist von der Wirkdauer abhängig. Üblicherweise sind ein bis zwei Inhalationen täglich nötig.

LAMA (Long-Acting Muscarinic Antagonist; deutsch: Langwirksamer Muskarinrezeptor Antagonist)

LAMA werden bei der Behandlung von (mittel-)schwerem Asthma als Ergänzungstherapie zu LAMA und Kortikosteroiden oder bei der Behandlung einer COPD eingenommen. Die Wirkdauer ist ähnlich zu LABA, mit ein bis zwei täglich benötigten Einnahmen.

Lippenbremse

Die Lippenbremse ist eine Technik aus dem Atemnotmanagement. Die Luft soll durch leicht aufeinandergelegte Lippen ausgeatmet werden. Dadurch verlängert sich die Ausatemzeit, wodurch die Einatmungsmuskulatur mehr Zeit hat, sich zu erholen. Außerdem hilft diese Atemtechnik manchen Menschen einen ruhigeren Atemrhythmus zu halten.

Lungenbläschen

Oder auch Alveolen genannt. Die Lungenbläschen sind der Teil der Lunge bei dem der Gasaustausch zwischen Blut und Lunge stattfindet.

 

Mastzellen

Zellen der körpereigenen Abwehr, die viele Botenstoffe, wie Histamin, gespeichert haben. Bei sensibilisierten Personen werden IgE-Moleküle an der Oberfläche von Mastzellen gebunden und können vom Allergen vernetzt werden. Diese Vernetzung (auch „Bridging“ genannt) löst die Aktivierung von Mastzellen und die Freisetzung der Botenstoffe aus.

Muskelaufbau

An Asthma zu leiden, bedeutet keinesfalls den Verzicht auf Sport und Training. Im Gegenteil! Unter Absprache mit den behandelnden Ärzten*innen und/oder Therapeuten*innen sollen auch Asthmatiker*innen regelmäßig Ausdauer und Kraft trainieren. Dies wirkt sich günstig auf den Krankheitsverlauf aus. Für Asthmatiker*innen sind Schwimmen, Joggen, Radfahren, Wandern und Nordic Walking sehr zu empfehlen.

 

Nahrungsmittelallergie

Eine Nahrungsmittelallergie liegt vor, wenn die Aufnahme eines Nahrungsmittels eine Reaktion des Körpers wie z.B. Atemnot, Juckreiz, Ausschlag ect. herbeiführt.

 

Peakflowmeter

Ein Peakflowmeter ist ein einfach handzuhabendes Messgerät, das die Spitzengeschwindigkeit der Luft beim Ausatmen misst. Die Messung hilft, den Verlauf der Erkrankung (besonders beim Asthma) zu kontrollieren. Häufig werden Vergleichsmessungen mit dem Peakflowmeter durchgeführt, um z.B. die Wirksamkeit von Medikamenten zu überprüfen, oder ein so genanntes Anstrengungsasthma zu identifizieren.

Peakflow/Peak Expiratory Flow(PEV)

Als Peakflow/Peak Expiratory Flow/PEV wird das maximal bewegte Atemvolumen bei der Ausatmung verstanden. Die Messung erfolgt bei einer Spirometrie, oder mit einem Peakflowmeter. Geschlecht, Alter und Körpergröße bestimmen die Referenzwerte für eine Peakflow Messung.

Prick-Test/Stichtest

Siehe Hauttest

Provokationstest

Mit Hilfe eines Provokationstests kann festgestellt werden, ob und welche Stoffe eine allergische Reaktion auslösen bzw. zu einer bronchialen Hyperreagibilität führen (siehe bronchiale Hyperreagibilität). Der/die Patient*in muss dabei verdächtige Allergene oder Substanzen einatmen. Der Arzt/die Ärztin kann so sehen, ob dadurch eine allergische Reaktion bzw. ein Reiz ausgelöst (provoziert) werden kann.

Pulverinhalatoren

Im Allgemeinen unterscheidet man bei Inhalationsgeräten zwischen Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren. Letztere zeichnen sich dadurch aus, dass der Wirkstoff als Pulver, also in Form von winzigen Teilchen vorliegen. Durch die Einatmung wird das Pulver in die Lunge gesaugt.

 

Quaddel

Bei einer allergischen Reaktion des Körpers auf eine bestimmte Substanz, kann es zu einer Hautreaktion (z.B. kleine rote oder weiße Erhebungen der Haut) kommen, welche als Quaddel bezeichnet werden. Diese lösen Juckreiz aus, bilden sich aber nach ein paar Stunden ohne medizinische Behandlung wieder zurück. 

 

RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test), auch CAP-Test

Dabei handelt es sich um einen Allergie-Test. Das vermutete Allergen wird in bearbeiteter Form mit einem Blutserum des Patienten vermischt. Durch das Hinzufügen eines speziellen dritten Stoffs, lässt sich dann die Menge der Antikörper feststellen, die eine allergische Reaktion hervorrufen.

Rauchen

Es ist durch eine große Zahl an wissenschaftlichen Studien belegt, dass sowohl Aktiv- wie auch Passivrauchen für Asthmatiker eine Verschlechterung der Krankheitssymptome mit sich bringt.

 

Selbstmonitoring

Selbstüberwachung, eigenständige Kontrolle der Therapie.

Sensibilisierung

Nach dem Erstkontakt mit einem Fremdstoff (oft ein Allergen) baut der Organismus eine fehlgeleitete spezifische Immunantwort auf, die dann zum Ausbruch einer Allergie führen kann.

Serum

Blutplasma ohne Gerinnungsfaktoren.

Spirometrie

Die Spirometrie ist eine Untersuchung zur Messung der Lungenfunktion. Es ist das Untersuchungsinstrument für die Identifizierung von Asthma und dessen Schweregrad. Außerdem ist es bei der Therapiekontrolle hilfreich.

Spätphase

Eine immunologische Reaktion, die ca. 2 bis 4 Stunden nach der Exposition gegenüber einem Allergen einsetzt und mehr als 24 Stunden andauern kann, bevor sie abklingt.

Status asthmaticus

Als Status asthmaticus bezeichnet man einen schweren Asthmaanfall über einen längeren Zeitraum. Die Routine- und Notfallmedikation sind dabei oftmals nur bedingt effektiv. Deswegen ist eine ärztliche Behandlung im Krankenhaus nötig. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Zustand.

 

Therapie von Asthma

Bei einer medikamentösen Behandlung kommen sowohl entzündungshemmende als auch bronchienerweiternde (atemwegserweiternde) Substanzen zum Einsatz. Entzündungshemmende Medikamente bekämpfen die Entzündungsbereitschaft der Atemwege und beugen so Asthmaanfällen vor. Bronchienerweiternde Medikamente entspannen die Muskulatur der Atemwege. Bei Allergien besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung (siehe Hyposensibilisierung).

Thorax

Lateinischer Begriff für Brustkorb.

Trias des Asthmas

Bei einem Asthmaanfall spielt die Verengung der Atemwege eine tragende Rolle; diese Verengung kann drei Gründen haben: Trias des Asthmas

  • Schleimhautschwellung durch Entzündung
  • Bronchospasmus (siehe Bronchospasmus); Muskulatur der Bronchien zieht sich zusammen
  • Hypersekretion; vermehrte Schleimbildung

 

Ursachen für Asthmaanfälle:

Asthmaanfälle können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Diese sind zum Beispiel:

  • Allergene (siehe Allergene)
  • Inhalation von chemischen Substanzen (z.B.: Zigarettenrauch)
  • Einatmen kalter Luft
  • Infektionen der Atemwege durch Viren oder Bakterien
  • Medikamente (z.B.: Betablocker)

 

Wheezing

So wird das Giemen im englischen genannt.

 

Zwerchfelltiefstand

Das Zwerchfell ist der wichtigste Einatemmuskel. Es ist kuppelförmig und trennt Brust- und Bauchraum. Auch wenn die Lunge als primärer Bestandteil der Atmung bekannt ist, spielt das Zwerchfell eine nicht minder wichtige Rolle: Bei der Einatmung ziehen sich die Zwerchfellfasern zusammen und senken das Zwerchfell Richtung Bauchraum wodurch sich der Brustraum vergrößert und Luft einströmen kann (die Kuppel flacht ab). Bei der Ausatmung hingegen erschlaffen die Muskelfasern des Zwerchfells wieder und durch den kleiner werdenden Brustraum strömt die Ausatemluft aus der Lunge. Bei einer Lungenerkrankung kann es zu einem Zwerchfelltiefstand (Überblähung) kommen; das an sich kuppelförmige Zwerchfell flacht ab, da die eingeatmete Luft nicht mehr zur Gänze ausgeamtet werden kann. Diesen Zustand nennt man Überblähung der Lunge.