Bei allergiebedingtem Asthma ist die Ursache der Erkrankung eine Allergie z. B. auf Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze. Man bezeichnet diese Auslöser auch als Allergene. Bereits das Vermeiden dieser Allergene kann den Alltag von Asthmatikern beträchtlich einschränken. Beispielsweise können Freunde*innen mit Haustieren vielleicht nicht mehr besucht werden. Einige Asthmatiker*innen erleiden darüber hinaus immer wieder schwere Asthma-Anfälle, die einen Besuch in der Notfallaufnahme nötig machen. Menschen mit Asthma sind in Ihrer Lebensqualität sehr eingeschränkt.

Die medizinische Forschung zeigt Erfolge

Die Therapiemöglichkeiten bei Asthma haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Auch für Menschen mit schwerem allergischem Asthma gibt es Therapien, die den Patienten ein nahezu normales Leben ermöglichen und vor den Langzeitfolgen des Asthmas schützen. Hier wird Ihnen erklärt, welche Prozesse in Ihrem Körper für die Krankheit verantwortlich sind und wie die neuesten Therapien dabei helfen können, besser und früher auf diese Prozesse einzuwirken. Außerdem können Sie hier Tipps nachlesen um Ihr Leben Tag für Tag leichter führen und wieder mehr genießen zu können.

Wie kommt es zu allergischem Asthma?

Allergiebedingte Reaktionen werden vom Immunsystem hervorgerufen. Dieses hat eigentlich die Funktion den Körper vor schädlichen Stoffen oder Erregern zu schützen. Bei Allergikern*innen stuft es allerdings auch Substanzen als gefährlich ein (= Allergen), die dem Körper keinen Schaden zufügen. Ist der Organismus einmal auf ein Allergen empfindlich geworden (= Sensibilisierung), so wird dieses bei jedem erneuten Kontakt vom Immunsystem sofort wiedererkannt und kann dann allergiebedingte Symptome zur Folge haben.

Pollen

Der Stoff, mit dem die Beschwerden beginnen: Immunglobulin E

Die medizinische Forschung hat gezeigt, dass bei schwerem allergischem Asthma Immunglobulin E (IgE) eine zentrale Rolle einnimmt für die Entwicklung der Symptome

Was geht dabei im Körper vor? In der Sensibilisierungsphase werden Allergie-Antikörper (Immunglobulin E) gebildet, die jedoch zunächst noch keine Symptome auslösen. Diese Immunglobuline E (IgE) setzen sich auf die sogenannten Mastzellen. Mastzellen haben Botenstoffe gespeichert, darunter Histamine, die nach einer Ausschüttung Entzündungsreaktionen hervorrufen. Sie finden sich in großer Zahl in der Haut, der Schleimhaut der Atemwege sowie im Magen-Darm-Trakt. Gelangt nun ein Allergen erneut in den Körper, kommt es mit den IgE auf den Mastzellen in Kontakt und verbindet zwei IgE-Moleküle miteinander. Dieses sogenannte „Bridging“ bewirkt eine explosionsartige Freisetzung von Histamin und anderen Entzündungsstoffen aus der Mastzelle. Hierdurch wird die allergiebedingte Reaktion ausgelöst. Man unterscheidet die Frühphase, welche innerhalb der ersten zwei Stunden abläuft, von der Spätphase, die nach etwa vier Stunden abläuft. In der Spätphase werden durch die Botenstoffe weitere Entzündungszellen angelockt, die das Entzündungsgeschehen nicht zur Ruhe kommen lassen. Gerade diese Spätreaktion spielt beim Asthma bronchiale eine wichtige Rolle. In besonders schweren Fällen kann die allergiebedingte Reaktion zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen.

 

Entstehung allergischer Symptome1

 

Entstehung allergischer Symptome

Schweres allergisches Asthma erkennen

Neben den Routineuntersuchungen, wie Lungenfunktion stellt Ihr Arzt/Ihre Ärztin unter Umständen Fragen zur Krankheitsgeschichte Ihrer Familie und zum Auftreten Ihrer Symptome in bestimmten Situationen oder bei Kontakt mit einem bestimmten Auslöser (Allergen). Darüber hinaus geht Ihr Arzt/Ihre Ärztin normalerweise wie folgt vor:

  • Beurteilung Ihrer Krankheitsgeschichte, einschließlich der Medikamente, die Sie derzeit einnehmen sowie der Auswirkung Ihrer Asthma-Symptome auf Ihr tägliches Leben
  • Durchführung eines Allergietests in Form eines Haut- oder Bluttests, um zu überprüfen, ob und auf welche Allergene Sie reagieren
  • Messung der Gesamt-IgE-Menge in Ihrem Blut
  • Überprüfung Ihres Gewichts

Informationen zur richtigen Therapie bei allergischem Asthma finden Sie hier.

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