Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Krankheit der Atemwege (Bronchien und Bronchiolen). Der Schweregrad der Erkrankung hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann sich über die Zeit hinweg verändern. Deswegen sollten ärztliche Kontrollen regelmäßig durchgeführt werden. Faktoren, wie etwa die Jahreszeit, die gegenwärtige Lebenssituation und/oder das Ansprechen auf die aktuelle Asthmatherapie, können das Auftreten der Beschwerden und dessen Intensität beeinflussen.

Grundsätzlich kann zwischen

  • mildem,
  • moderatem und
  • schwerem Asthma

unterschieden werden. Die Einstufung erfolgt dabei vor der Therapie anhand der Asthmabeschwerden und der Resultate einer Lungenfunktionsüberprüfung. Hier finden Sie eine*n Experten*in für Asthma in Ihrer Nähe.

Dabei sollten Sie sich unter anderem folgende Fragen stellen:

  • An wie vielen Tagen pro Woche habe ich Beschwerden?
  • Treten Asthmasymptome auch nachts auf?
  • Bestehen Einschränkungen bei körperlichen Aktivitäten (z.B. starke Müdigkeit)?
  • Wie oft müssen Bedarfsmedikamente oder Notfallsprays eingesetzt werden?

Machen Sie jetzt den Test, um zu wissen wie gut Ihr Asthma kontrolliert ist. 

Auch das Ansprechen auf eine Therapie kann über den Schweregrad Aufschluss geben. Durch das Konzept der Stufentherapie kann die Therapie nach Bedarf stufenweise intensiviert werden, sollte sich mit dem derzeitigen Asthmamanagement keine ausreichende Kontrolle erzielen lassen:1 

Asthmaschweregrad und Charakteristika

Mildes Asthma
Asthmabeschwerden sind gut kontrolliert unter Medikation der Therapiestufe 1 und 2.

Moderates Asthma
Gute Asthmakontrolle unter Medikation der Stufen 3 und 4

Schweres Asthma
Therapiestufe 5 wird benötigt, um die Symptome zu kontrollieren. Sollte die höchste Behandlungsstufe nicht ausreichen, um therapeutische Erfolge zu erzielen, wird von schwerem, therapieresistentem Asthma gesprochen. 

Schweres Asthma

Es kann vorkommen, dass die Beschwerden trotz der korrekten Behandlung mit inhalativen Medikamenten nicht komplett unter Kontrolle gebracht werden können. In diesen Fällen spricht man von schwerem Asthma. Um plötzliche Verschlechterungen abzufangen, kann Ihr Arzt/Ihre Ärztin Kortison in Form von Tabletten oder Spritzen verordnen. Dies wird aber nur in begründeten Fällen passieren.

Bei schwerem Asthma sollte eine genauere Abklärung durch die Fachärztin oder den Facharzt erfolgen. Je nach Art der Krankheit können neben einer hochdosierten, inhalativen Therapie unter anderem auch Antikörper zum Einsatz kommen.

Ziel der Asthmatherapie ist es, die Beschwerden weitestgehend zu reduzieren und zukünftige Verschlechterungen (Exazerbationen) zu verhindern. Es wird von unkontrollierbarem oder therapieresistentem Asthma gesprochen, wenn die Asthmabehandlung nicht ihre optimale Wirkung entfalten kann. Faktoren, die die Behandlung negative beeinflussen können sein, dass

  • der Inhalator falsch angewandt wird und dadurch die Medikamente nicht richtig wirken können;
  • die Medikamente nicht nach dem festgelegten Schema einnimmt;
  • der/die Patient*in raucht;
  • der/die Betroffene an bestimmten Begleiterkrankungen, wie z.B. chronischem allergischem Schnupfen, Übergewicht oder schwerem psychischem Stress, leidet;
  • bei allergischem Asthma die notwendige Vermeidung der allergieauslösenden Ursache nicht ausreichend eingehalten wird.

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